Institut für Fertigungstechnik
u. Photonische Technologien

TU Wien

Betriebliche Energieflussanalyse und -optimierung

In einer Voranalyse werden die von den Energieversorgern zur Verfügung gestellten Lastprofile sowie die technische Infrastruktur des Unternehmens analysiert und Potentialabschätzungen durchgeführt. Auf Basis sowohl dieser Voranalyse werden geeignete Messpunkte für ein kurzzeitiges oder, falls gewünscht, permanent implementiertes Energiemonitoring ausgewählt.

Nach Installation des messtechnischen Equipments werden idealerweise mindestens zwei Wochen lang Messdaten aufgezeichnet, wodurch die wesentlichen Energieflüsse an Arbeitstagen und Wochenenden erfasst werden. Dies ermöglicht eine Identifikation der wesentlichen Grundlastverbraucher (z.B. Maschinen oder Anlagen, Kompressoren oder TGA-Systeme) und Schwerpunktverbraucher in der Produktionszeit, wodurch dann technische oder organisatorische Optimierungspotentiale erarbeitet werden können.

Dazu steht mobile Messtechnik  zur Verfügung, welche sich für die Erfassung von Energieflüssen auf allen Unternehmensebenen in beliebiger Detaillierung eignet. Dadurch lassen sich Schwerpunktverbraucher einfach identifizieren und in weiterer Folge gezielt optimieren.

Es hat sich gezeigt, dass es im ersten Schritt i.d.R. großes Potential hinsichtlich einer Reduktion der Grundlast gibt, etwa durch eine Optimierung von HLK-und Druckluftsystemen oder einfachen Abschaltstrategien anderer technischer Anlagen. Diese Analysen können Energiekosten senken und bilden eine Grundlage für die Erfüllung der Anforderungen des Bundes-Energieeffizienzgesetzes sowie einer erfolgreichen Umsetzung der ISO 50001.

Praxisbeispiel: Energiemonitoring auf Bereichsebene bei einem Maschinenbauunternehmen mit rund 700 Mitarbeitern

  • Einsparungspotential von jährlich 1010 MWh Strom (15%) und 477 MWh Gas (8%) über einfache steuerungstechnische Maßnahmen nach der ersten Analyse