Projekt NFVP Trans bewilligt!
![]() |
Das IFT hat im Rahmen der 3. Ausschreibung des Förderprogramms „COIN“ eine konkrete Projektidee zur „Entwicklung von Naturfaserverbundplatten mit integrierten Befestigungs- und Spannelementen für Böden von Transportern“ eingereicht. Dieses Projekt, bei welchem das IFT als Haupteinreicher fungiert, wurde genehmigt und wird am 01. September 2010 wie geplant starten. |
![]() |
COIN - Cooperation & Innovation - ist eine gemeinsame Initiative des Bundesministeriums für Verkehr, Innovation und Technologie (bmvit) und des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend (BMWFJ). COIN zielt darauf ab, die Innovationsleistung Österreichs durch bessere und breitere Umsetzung von Wissen in Innovation, zu verbessern. Dabei soll die Nutzung externer Ressourcen für KMU verbessert werden, insbesondere der Zugang zur Expertise in Forschungseinrichtungen um den qualitativen Output der Unternehmen anzuheben. |
Im Zuge der 3. Ausschreibung wurden 77 Projekte mit einer Bundesförderung von 25,6 Millionen Euro eingereicht. Davon wurden lediglich 19 Projekte genehmigt, welche gesamt eine Bundesförderung von 7,3 Millionen Euro erhalten. Das IFT sieht im Projekt NFVP Trans ein sehr großes Potential und freut sich mit den Industriepartnern und Universität für Bodenkultur das Projekt gemeinsam durchführen zu können.
Ziel dieses Projektes ist die Entwicklung neuartiger Bodenplatten aus Naturfaserverbundmaterial (beispielsweise Stroh, sowie Hanf, Flachs,…) für Kleintransporter, die die bisher eingesetzten Holzplatten, die als Schutz für die Karosserie und zum Befestigen der Ladung und etwaiger Aufbauten dienen, substituieren sollen. Entsprechend der weltweit ökologischen und ökonomischen Entwicklungen ist das Projekt auf den Einsatz von nachwachsenden Rohstoffen, die eine Gewichtsersparnis und eine Reduktion umwelttechnisch kritischer Materialien bei der Herstellung der Platten mit sich bringen, ausgerichtet. Der heutige Stand der Technik von Laderaumbodenplatten ist durch den hohen Aufwand in der Herstellung der geleimten Holzplatten gekennzeichnet. Dabei werden einzelnen Holzschichten oftmals mit umweltbelastenden Phenol-Resorcin-Formaldehyd-Klebern verbunden und danach spanend bearbeitet um die auf den Kleintransporter angepasste Kontur zu erreichen und um Verbindungsmöglichkeiten für die unterschiedlichen Spann- und Zurrelemente, die als Ladungssicherung dienen, zu erhalten. Die Elemente der Ladungssicherung werden in vielen Fällen auf die Holzplatte verschraubt oder verklebt, wohingegen die Bodenplatte keine fixe Verbindung mit dem Grundrahmen der Kleintransporter erfährt. Die KMUs des Konsortiums liegen entlang einer Wertschöpfungskette und werden bei der Durchführung dieses Innovationsprojektes durch eine Forschungseinrichtung vielseitig unterstützt. Das gesamte Konsortium verfolgt folgende gemeinsame Ziele:
-
• Optimierung des Herstellungsprozesses für Naturfaserverbundplatten mit integrierten Befestigungssystemen und Spannelementen auf die Produktion in einem Arbeitsschritt.
-
• Ermittlung von Materialkennwerten und nachfolgender Simulation diverser Lastfälle auf das Gesamtsystem (Naturfaserverbundplatte, Befestigungssysteme, Spannelemente, Last,…)
-
• Erstellung eines Prototyps (Bodenplatte) und Einbau in einen Kleintransport für praxisrelevante Testreihen.
Ansprechpartner:
DI (FH) Christoph Dorn MSc.
dorn@ift.at
IFT - Dorn - 2010



